Lukas Bärfuss: Hagard (Roman, 2017)

Der Georg-Büchner-Preisträger von 2019 war nach der Schule Arbeiter und zeitweilig Obdachloser, aber er ist kein proletarischer Wildling: „Hohe Stilsicherheit“ bescheinigte ihm die Jury, und Provokation und Polemik sind nicht generell sein Ziel. „Hagard“ handelt von der plötzlichen Obsession eines fest in die Smartphone-Gesellschaft integrierten Immobilienmaklers, die ihn dazu bringt, einer unbekannten Frau nachzujagen, und ihn in nur zwei Tagen aus allen Sicherheiten heraus in die Katastrophe führt.

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen (PDF, 16 Seiten).

Referent: Dr. Gerhard Vogt

Hanns-Josef Ortheil: Die Erfindung des Lebens (Roman, 2009)

Die Geschichte eines jungen Mannes mit Handicap von seinen Kinderjahren bis zu den ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch der Sohn lebt zunächst schweigend an ihrer Seite. Erst nach Jahren kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen. Dabei spielt die Stadt Rom eine wichtige Rolle.

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen (PDF-Datei).

Das Tier in Text und Ton (Lesungen und Klaviermusik)

Texte mit Tieren
Einige aus dem Kreis des Literaturklubs brachten literarische Texte mit allerlei Figuren aus der Tierwelt zu Gehör.

Michael Kuhn saß am Flügel und verlieh dem Abend musikalischen Tiefgang.

Hier gibt es das Refererat „Plagegeister in Sindelfingen“ von Renate Alber-Bussas zum Herunterladen (PDF, 16 Seiten).

Ales Erinnerung an den ersten Literaturklub-Abend nach dem Lockdown gibt es hier einen Live-Mitschnitt (MP3, Länge 1 h 38 min, 105 MB) zum Anhören oder Herunterladen.

Podcast: Tea Obreht – The Tiger’s wife (Die Tigerfrau) (Roman, 2012)

Zur Einstimmung in das Thema „Literarische Texte mit Tieren“ ein Auszug aus dem Roman „The Tiger’s Wife“ (auf deutsch: „Die Tigerfrau“) von Tea Obreht aus dem Jahr 2012. Es ist ihr vielgelobter Debütroman. Die Autorin heißt eigentlich Tea Barjaktarević; sie ist 1985 in Belgrad geboren und während des Jugoslawienkriegs in die USA ausgewandert. Auf dem Totenbett musste sie ihrem Großvater versprechen, ihre Texte unter seinem Namen zu veröffentlichen (Dauer 7:22).

Anna-Katharina Hahn: Aus und davon (Roman, 2020)

Am 21. Oktober 2019 war Anna-Katharina Hahn im Literaturklub zu Gast; sie las damals aus ihrem Buch „Das Kleid meiner Mutter“, verriet aber schon einiges über das neue Werk. Das ist am 18. Mai herausgekommen: „Aus und davon“.
Ein Stuttgart-Roman ist es, wie die beiden ersten von Frau Hahn – der überwiegende Teil der Handlung spielt in der Gegend um den Ostendplatz und in Hedelfingen, die Topographie ist problemlos nachvollziehbar; auch die (für die Autorin heimatliche) Alexanderstraße, die in „Kürzere Tage“ als Hauptschauplatz noch Constantinstraße heißen musste, darf ihren Klarnamen behalten. Nur das Zeppelingymnasium, das der attraktiv-zickige Teenager Stella besucht, wird, nach einem berühmten Ehemaligen, in „Hermann-Lenz-Gymnasium“ umgetauft. Die Grundschule, in der ihr armer, adipöser Bruder Bruno gequält wird, bleibt wohlweislich ohne Namen.

Dr Gerhard Vogt, Referat (PDF, 7 Seiten)

Podcast: Juli Zeh – Corpus Delicti (Roman, 2009)

 

In Juli Zehs Roman „Corpus Delicti“ geht es um ein Thema, das uns heuer sehr beschäftigt, die Gesundheit. Allerdings in einem anderen Sinn als derzeit: Es geht um eine Gesundheitsdiktatur.
Dieser Podcast (aufgenommen Juni 2020) soll Ihnen einen Eindruck vom Anfang dieses Romans vermitteln. Er wäre übrigens an vielen Schulen Deutschlands besprochen worden, wenn es denn Schulunterricht gegeben hätte .

Hier gibt es das zugehörige Referat (PDF, 10 Seiten) aus dem Jahr 2013 zum Herunterladen.