Jane Gardam (geb. 1928): Ein untadeliger Mann (Roman, 2015)

Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, die Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty fertig werden. Aber er ist eigentlich immer mit allem gut zurechtgekommen. Aber seine perfekte Haltung täuscht alle – manchmal sogar ihn selbst. Denn mit Bettys Tod hat sich etwas verändert. Feathers fängt an, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. An einem kalten englischen Wintermorgen bricht er auf, um das eigene Leben zu erkunden.

Hier gibt es das Begleitmaterial als PDF zum Herunterladen.

E.T.A. Hoffmann (1776-1822): Der goldne Topf (Novelle, 1814)

E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822) war belobigter Jurist, gemaßregelter Karikaturist, Kapellmeister, Alkoholiker und vieles andere; erst spät trat er als Schriftsteller hervor, von Goethe als „krank“ abgelehnt, hochgeschätzt von Heine (und anderen: Balzac, Uwe Tellkamp …); er komponierte Opern und wurde selbst Held einer Oper („Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach) – ein Mann, beinahe so bizarr wie die Gestalten seiner Werke.
Das Werk, mit dem er seinen Durchbruch erzielte und das sein größter Erfolg blieb, ist „Der goldne Topf. Ein Märchen aus der neuen Zeit“.

Der arme Student Anselmus, der gerne einmal Hofrat würde, begegnet mitten in Dresden einer boshaften Marktfrau, die eigentlich eine Zauberin, und einer goldgrünen Schlange, die eigentlich ein bezauberndes Mädchen ist. Er findet sich in eine Kristallflasche eingeschlossen, kommt wieder frei, wird aber kein Hofrat, sondern – ja, was eigentlich, fragt sich der Leser, der sich zwischen handfester Realität, Traum, Rausch und Fantasie zu orientieren versucht.

Ein raffiniert erzähltes Stück Literatur, das uns einlädt, selbst das beglückende „Leben in der Poesie“ zu wagen.

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.