Literatur und Musik

Es ist inzwischen eine schöne Tradition, dass sich der Literaturklub beim letzten Abend vor der Sommerpause im Stiftshof versammelt. Die Gemeinde der Martinskirche hat uns freundlicherweise – wie schon in den Jahren zuvor – ihren Gemeindesaal zur Verfügung gestellt. Jede und jeder kann kommen, ohne Anmeldung.

Vorstellung von Romanen

  • Felicitas Hoppe: Die Nibelungen
    vorgestellt von Dr. Gerhard Vogt
  • Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein
    vorgestellt von Renate Alber-Bussas und Renate Fischer
  • Yasmina Reza: Serge
    vorgestellt von Brigitte Dobler-Coyle
  • Steffen Kopetzky: Monschau
    vorgestellt von Roland Häcker

Klaviermusik

Michael Kuhn spielt am Flügel Werke von Chopin, Ginastera, Moszkowsky und Schumann.

Montag, 18. Juli 2022, 19.00 Uhr
Stiftshof der Martinsgemeinde (Stiftstraße 4, gegenüber der Martinskirche)

Der Literaturklub ist offen für Interessierte jeden Alters. Zur Deckung der Unkosten wird ein kleiner Beitrag (ausnahmsweise 5 €, ermäßigt 2 €) erbeten

Norbert Gstrein: Als ich jung war (Roman 2019)

Norbert Gstrein, geboren 1961 aus einer Hoteliers- und Skilehrerfamilie in Tirol, studierte Mathematik in Innsbruck und den USA, begann aber schon im Jahr seiner Promotion eine erfolgreiche Karriere als Schriftsteller. 2019 bekam er nach vielen anderen Auszeichnungen den Österreichischen Buchpreis für seinen Roman „Als ich jung war.“
Der „Scheinkrimi“, wie das Buch genannt wurde, stellt viele Fragen: Ist die exzentrische Iris in der Nacht nach ihrer Hochzeit selbst von der Felswand gesprungen, oder hat ihr jemand einen Schubs gegeben? Auch der Erzähler, Hoteliersohn und Hochzeitsfotograf, wird verdächtigt. Und was hat es mit dem Kuss auf sich, den der gedankentiefe, ehrgeizlose Außenseiter kurz vorher fast an derselben Stelle der jungen Sarah abgenötigt hat? Warum setzt er sich gleich darauf nach Amerika ab, wo sein väterlicher Freund und Skischüler absichtlich in den Tod rast? Nur allmählich wird er selbst und wird der Lesende sich klarer darüber, was es mit diesem belasteten Leben auf sich hat. Der Schluss aber lautet: „… und das war ein guter Anfang.“