Timur Vermes: Die Hungrigen und die Satten

Das Buch bewegt sich zwischen Satire und bitterem Ernst. Es spielt ein Gedankenexperiment zum Thema Flüchtlinge aus Afrika durch.
Hunderttausende, die bisher in einem Camp leben und so von der Flucht nach Europa abgehalten werden, machen sich auf den Weg. Das Ziel ihrer Träume ist Deutschland. Dort aber sind sie, wen wundert es, nicht willkommen.

Judith Hermann: Daheim

Eine Frau erzählt ihr Leben. So könnte man sagen, aber der Satz trifft nicht zu. Sie skizziert allenfalls Teile ihres Lebens, ausführlicher nur ein paar Wochen ihrer Jugend, als sie, die 18-Jährige, die Chance hatte, als „zersägte Jungfrau“ nach Singapur zu reisen, und gut ein Jahr, in dem sie, nunmehr 47, in einem Haus am Deich lebt und sich prüft, ob sie dort bleiben will. Trägt die Beziehung zum Schweinezüchter Arild? Ist die Nachbarin Mimi so nett, dass sich das Bleiben im Dorf lohnt? Kann sie es länger mit ihrem Bruder Sascha aushalten, in dessen Kneipe sie arbeitet? Wird sie es ertragen, dass ein Marder im Dachgeschoss ihres Häuschens sein störendes Unwesen treibt? Und dann die Hitze …
Judith Hermann erzählt in einer knappen, präzisen Sprache, die zugleich offen ist für diverse Deutungen. Stimmen die Erinnerungen an unser Leben? War es so oder war es ganz anders?