Lesezeichen: Eva Christina Zeller – dekanatsquitte

Das Gedicht „dekanatsquitte“ der Tübinger Lyrikerin Eva Christina Zeller stammt aus ihrem jüngsten Gedichtband „Proviant von einer unbewohnten Insel“. Mit der Überschrift wird der größte Teil der Lesenden wenig anfangen können (was bei Lyrik ja nicht so unüblich ist). Sie lässt sich aber erklären: Es geht um einen Quittenbaum im Tübinger „Dekanatsgarten“, dem Garten zwischen dem Evangelischen Dekanatsgebäude (in dessen Gartengeschoss die Autorin wohnt) und dem Neckar. Und so wissen wir: Wir befinden uns etwa 250 Meter vom Hölderlinturm (und der „Hölderlinquitte“) entfernt.

Eva Christina Zeller
Eva Christina Zeller. Foto von Yvonne Berardi

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Autor: Dr. Gerhard Vogt

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Bernardine Evaristo: Mädchen, Frau etc.

„Mädchen, Frau etc.“ erschien Anfang 2021 auf Deutsch. Ende 2019 erhielt die 60-jährige Schriftstellerin Bernardine Evaristo (Tochter eines Schweißers aus Nigeria und einer Lehrerin aus London) für diesen außergewöhnlichen Roman den renommierten Booker-Prize – gemeinsam mit Margaret Atwood für „Die Zeuginnen“.
Als Rahmenhandlung dient eine Premiere im Londoner Nationaltheater, zu der die farbige Theatermacherin Amma Bonsu zahlreiche Bekannte, Freunde und ihre Tochter eingeladen hat. Während diese dort eintreffen, gibt die Erzählerin ihnen Gelegenheit, über ihre teilweise rassistischen Erfahrungen in England, ihre Beziehung zu Amma und vor allem über ihre ethnische Herkunft zu reflektieren. Dabei spannt sich der Bogen von der 19-jährigen, etwas flippigen Tochter Yazz über den Mann, durch dessen Samenspende sie gezeugt wurde, bis hin zu Grace, der Mutter der 93-jährigen Hattie, die ihre vielköpfige Familie zu Weihnachten auf ihren Bauernhof in Yorkshire eingeladen hat.

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Autorin: Renate Alber-Bussas