Wolfgang Schorlau: Am zwölften Tag

Wolfgang Schorlau (geb. 1951)
Am zwölften Tag. Denglers 7.Fall

Roman, 2013

In diesem siebten Fall mit dem privaten Stuttgarter Ermittler Dengler geht es, eingebettet in eine recht dramatische Handlung, um die vom Autor gründlich recherchierten Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie, vor allem den Bereich der Intensivtierhaltung und deren Folgen. Auch die Beschäftigung von Lohnsklaven aus Osteuropa wird thematisiert.

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

 

Wolfgang Schorlau: Am zwölften Tag

Wolfgang Schorlau (geb. 1951)
Am zwölften Tag. Denglers 7.Fall

Roman, 2013

In diesem siebten Fall mit dem privaten Stuttgarter Ermittler Dengler geht es, eingebettet in eine recht dramatische Handlung, um die vom Autor gründlich recherchierten Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie, vor allem den Bereich der Intensivtierhaltung und deren Folgen. Auch die Beschäftigung von Lohnsklaven aus Osteuropa wird thematisiert.

Referent: Roland Häcker

Montag, 20. Februar 2017, 19:00 Uhr

Chorherrenhaus Sindelfingen, Stiftstraße 2/1

 

John Salinger: Der Fänger im Roggen

John Salinger (1919 – 2010)
Der Fänger im Roggen

Roman, 1951

Der 16jährige Holden Caulfield fliegt zum wiederholten Mal aus einem feinen Internat und treibt sich, bevor er sich nach Hause traut, ein paar Tage lang in New York herum. Hier wie dort trifft er auf eine Welt, die ihm „unecht“ erscheint und ihn abstößt. Ihm bleiben nur Erinnerungen, unrealistische Visionen wie die vom titelgebenden Kinder-Beschützer im Roggenfeld – und am Ende das Sanatorium.
Der Roman gehört zu den größten Erfolgen seiner Zeit – ein „Kultbuch“, nach dem ein ganzes Jahrzehnt „Ära Salinger“ genannt wurde. Heute gibt es junge Blogger, die das Werk für hoffnungslos gestrig halten, aber auch Feuilletonisten, die ihre bleibende Fasziniertheit bekunden. Wer den Roman heute (erneut) liest, wird sich u.a. die Frage stellen, wie gerade dieses Werk zu einem Lieblingsbuch der sich auflehnenden US-Jugend werden konnte.

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Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen

Jenny Erpenbeck (geb. 1967)

Gehen, ging, gegangen

Roman, 2015

Der Literaturwissenschaftler Richard versteht mit schriftlichen und mündlichen Äußerungen umzugehen. Er merkt, welcher Geist sich hinter öffentlichen Verlautbarungen verbirgt und kann Lebensgeschichten deuten, auch als Ruheständler, der er seit Kurzem ist. Beim Gang durch die Stadt fällt sein Auge auf ein Flüchtlingscamp am Berliner Oranienplatz. Bald darauf wird es geräumt. Richard schaut genauer hin. Was er sieht, was er allmählich begreift, vermittelt der Roman von Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen.

Die Menschen vom Oranienplatz sind aus Afrika Geflohene, Jahre vor dem Flüchtlingssommer 2015. An ihren exemplarischen Geschichten wird deutlich, welcher Zusammenhang zwischen „den Fremden“ und uns, der deutschen Gesellschaft, besteht.

Hier gibt es das Begleitmaterial als PDF zum Herunterladen.

 

Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen

Jenny Erpenbeck (geb. 1967)
Gehen, ging, gegangen

Roman, 2015

Eine Gruppe von Flüchtlingen aus Afrika lässt sich auf dem Berliner Oranienplatz nieder und bringt die Gesellschaft durcheinander. Den Geflohenen zu helfen ist schwierig. Der emeritierte Literaturwissenschaftler Richard versucht es und gerät in den Dschungel der deutschen Bürokratie und in die verwirrenden Geschichten der jungen Afrikaner

Referent: Roland Häcker

Montag, 19. Dezember 2016, 19:00 Uhr

Chorherrenhaus Sindelfingen, Stiftstraße 2/1

 

Christoph Martin Wieland: Don Sylvio von Rosalva

Christoph Martin Wieland (1733 – 1813)

Don Sylvio von Rosalva

Roman, 1764

Die Geschichte handelt von einem 18-Jährigen, der erst von einer Ideologie geheilt werden musste, um leben und lieben zu können. Weil er die Märchenwelt der Feenliteratur zu ernst nahm, blieb ihm der Blick auf die Realität verstellt. Heute sind es nicht mehr die Feen, die blenden, sondern politische Scharfmacher, die bei manchen Mitmenschen einen „Faktenverlust“ auslösen…

Hier gibt es das Begleitmaterial als PDF (Autor: Roland Häcker).

 

Marcel Beyer: Flughunde

Marcel Beyer (geb. 1965)

Flughunde

Roman, 1995

Zwei Stimmen wechseln sich ab. Die eine gehört Hermann Karnau, einem eigenbrötlerischen Akustiker; er verhilft beruflich den nationalsozialistischen Propagandareden zur rechten Wirkung, privat aber ist er besessen von einem fundamentalen Interesse an der menschlichen Stimme, und er bekommt die Möglichkeit, diesem Drang in bizarren Experimenten nachzugehen. Die andere Stimme ist die von Helga Goebbels, die als Tochter des Propagandaministers eine privilegierte und zugleich belastete Kindheit erlebt. Nach gelegentlichen Kontakten treffen die beiden in den letzten Tagen des Weltkriegs in der klaustrophobischen Atmosphäre des Berliner Führerbunkers zusammen, wo das Mädchen und seine Geschwister ein mysteriöses Ende finden.
Eine hochaktuelle Analyse des Verhaltens unter der Diktatur? Oder eine abgründige Horrorgeschichte? Ein literarisches Kunststück, das beides zugleich sein will? Mit diesem Roman gelang Marcel Beyer, dem Büchner-Preisträger von 2016, im Jahre 1995 der internationale Durchbruch.

Hier gibt es das Begleitmaterial als PDF zum Herunterladen.