Johannes Bobrowski: Hölderlin in Tübingen

Johannes Bobrowski (1917 bis 1965) beschäftigte sich als Lyriker viel mit dem Thema „Landschaft“. Und er schrieb Gedichte über große Lyriker. Dazu gehört auch der Text „Hölderlin in Tübingen“. Bobrowski kannte die Stadt, er hat sie 1961 besucht.

Dr. Gerhard Vogt gibt eine Deutung (zum Herunterladen als PDF) von Bobrowskis Hölderlin-Gedicht und ordnet es ein in die Hölderlin-Reihe des Sindelfinger Literaturklubs.

Eine literarische Gedankenreise mit Hölderlin und Rilke

Renate Alber-Bussas hätte in „normalen“ Zeiten am 18. Mai Ian McEwans Roman „Kindeswohl“ vorgestellt. Weil das nicht möglich ist, stellt sie uns „ihren“ Hölderlin vor. Ihr Text trägt die Überschrift: „Von Heidelberg über Lauffen am Neckar und Stuttgart nach Duino – eine literarische Gedankenreise mit Hölderlin und Rilke“.

Ansicht Heidelberg

Sie beginnt mit dem Gedicht „Heidelberg“ und erzählt von Begegnungen mit dem Dichter in der Schulzeit und während des Studiums. An Textbeispielen macht sie die poetische Kunst dieses Sprachmeisters deutlich. Auch nimmt sie Bezug zu anderen Hölderlin-Beiträge auf dieser Homepage. Sprechende Fotos von Hölderlin-Orten ergänzen diesen umfangreichen Aufsatz (PDF zum Herunterladen) .

Alle Beiträge zu Friedrich Hölderlin finden sich hier.

Podcast: Peter Härtling – „Hölderlin“

Was verbindet Peter Härtling (1933 bis 2017) mit Friedrich Hölderlin (1770 bis 1843)? Beide sind Schriftsteller, wenn auch höchst unterschiedlicher Art, beide haben eine Zeitlang in Nürtingen gelebt, wenn auch zu völlig verschiedenen Zeiten. Härtling hat das Ambiente Hölderlins zu Fuß erfahren, hat Spuren der Erinnerung an ihn gefunden. Das hat ihn motiviert, sich auf das Leben dieses Dichters einzulassen, seine Dichtung und andere Quellen zu studieren und daraus einen Roman zu gestalten. Der ist 1976 veröffentlicht worden. Sie hören den Anfang dieses Buches.

Podcast: Friedrich Hölderlin – „Der Neckar“

Der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin kommt nach unserem Dafürhalten ein wenig zu kurz. Da der Literaturklub Sindelfingen sich eines Virus wegen nicht real treffen kann, soll der große Dichter wenigstens virtuell zu Ehren und „zur Sprache“ kommen.

Im ersten Literaturklub-Podcast spricht Prof. Roland Häcker (über) das 1801 entstandene Gedicht „Der Neckar“ (Dauer 5:08).

Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin (geb. 1770)

Der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin kommt nach unserem Dafürhalten ein wenig zu kurz. Da der Literaturklub Sindelfingen sich eines Virus wegen nicht real treffen kann, soll der große Dichter wenigstens virtuell zu Ehren und „zur Sprache“ kommen.
Dr. Gerhard Vogt verdeutlicht an „Hälfte des Lebens“, wie Hölderlin denkt, fühlt und dichtet.

Hier gibt es die Huldigung zum Herunterladen (PDF) und ein Hölderlin-Gedicht mit Gedanken von Brigitte Dobler-Coyle.

Margaret Atwood: Der Report der Magd (Roman, 1984)

Amerika in einer unbestimmten Zukunft: Eine fundamentalistische Sekte hat sich an die Macht geputscht und den Staat Gilead errichtet, in dem Angst, Terror und Gewalt herrschen. Frauen haben keinerlei Rechte mehr, sie sind vor allem dazu da, Kinder zu gebären. Margaret Atwoods dystopischer Roman wurde verfilmt, als Oper und als Theaterstück aufgeführt und läuft seit drei Jahren als viel beachtete Serie. 2019 erschien die Fortsetzung: „Die Zeuginnen“.

Die Ich-Erzählerin Desfred ist – wie viele junge Frauen in diesem Staat – eine sogenannte „Magd“, die für andere ein Kind gebären soll. Ihr Leben ist das einer Sklavin, einsam, trostlos und ständig in Gefahr. Wird sie irgendwann diesem Alptraum entkommen? Auf jeden Fall wird ihr Bericht ein Zeugnis sein für künftige Generationen.

Hier gibt es das Referat zum Herunterladen (PDF).

Wilhelm Hauff: Jud Süß (Novelle, 1827)

„Jud Süß“: So nannte man Joseph Süß Oppenheimer, „Hoffaktor“ des württembergischen Herzogs Karl Alexander, den Finanzfachmann, der sich durch rigorose Maßnahmen bei seinem ausgabenfreudigen Auftraggeber beliebt und bei der Bevölkerung verhasst machte. Dass er nach dem Tod des Herzogs 1738 hingerichtet wurde, gilt heute allgemein als Justizmord.
Wilhelm Hauff, seinerzeit Erfolgsautor, heute fast nur noch durch seine Märchen bekannt, hat die Geschichte der umstrittenen Gestalt, verbunden mit einer schwäbisch-jüdischen Liebestragödie, zu einer Novelle gestaltet (1827).

1940 drehte Veit Harlan, unter lebhafter Anteilnahme von Goebbels, den berüchtigten „Großfilm über jüdische Weltgefahr“, der Hauffs Novelle als Ausgangstext benutzte und auch ihren Titel übernahm. Hat der bürgerlich-patriotische Württemberger Hauff auch den Grund für die Judenfeindlichkeit des Hetzfilms gelegt?

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.