Ursula Krechel: Landgericht

Richard Kornitzer ist von Beruf Richter. Er lebt in Berlin, in der Nähe des Kurfürstendamms, und ist verheiratet mit der Werbefachfrau Claire. Sie haben zwei Kinder. 1933 verliert Kornitzer, weil jüdischer Herkunft, sein Amt. Als sich die Lebensumstände bedrohlich verschlechtern, werden die Kinder nach England geschickt und Kornitzer emigriert er nach Kuba. In der Nachkriegszeit kämpft er verbissen um seine Rehabilitierung und um Wiedergutmachung, mit wenig Erfolg. Auch die Familie findet nicht mehr zusammen. Ursula Krechels Roman wurde 2012 mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Advertisements

Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

Er hat den kleinen Leuten ein Denkmal gesetzt, hat ihr gefährdetes Leben und ihre Machtlosigkeit angesichts der politischen und gesellschaftlichen Bedrohungen beschrieben. In seinem 1947 erschienenen letzten Roman, der auf einer historisch verbürgten Begebenheit beruht, erzählt Hans Fallada die „Heldengeschichte“ eines Berliner Ehepaars in der Zeit des Nationalsozialismus.
Als der einzige Sohn der Eheleute Quangel den „Heldentod“ stirbt, treiben Trauer und Wut sie in den Widerstand gegen die NS-Herrschaft. Sie legen Karten mit kritischen Bemerkungen über das Regime an verschiedenen Stellen Berlins ab. Lange bleiben sie unentdeckt, doch schließlich werden sie gefasst und hingerichtet.

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Thomas Hürlimann: Fräulein Stark

Ein Tempel des Geistes und der Kunst ist die weltberühmte Schweizer Klosterbibliothek, ihr Leiter ein höchst kultivierter Prälat. Seine Appenzeller Haushälterin hingegen ist entschieden bildungsfern, sie heißt Stark und trägt Hosen. Zu diesem gegensätzlichen Duo gesellt sich der 12-jährige Neffe des geistlichen Herrn, der den Sommer über den Besucherinnen der „Bücherarche“ die obligaten Filzpantoffel über die Füßchen streifen soll.
Die Erzählung ist eine hinreißend formulierte Pubertätsgeschichte, eine Familiensaga, ein Stück kritische Zeithistorie, ein Lehrstück über die Wirkung von Stereotypen. Reich-Ranicki hatüber sie die Antisemitismus-Keule geschwungen. Ist Hürlimann ein Rassist, oder war der Literaturpapst fehlbar?

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

 

Sibylle Lewitscharoff: Consummatus und Blumenberg

Ein Mann geht zum Frühstück in ein Café und beginnt ein langes Zwiegespräch mit Stimmen aus dem Jenseits, ein Philosoph sitzt des Nachts in seinem Studierzimmer und erhält Besuch von einem Löwen – das sind die Ausgangssituationen zweier Romane einer vielgeehrten Autorin aus Stuttgart: Sibylle Lewitscharoff.

Beide Romane sind reich an Anspielungen und Merkwürdigkeiten, dazu von beeindruckender sprachlicher Virtuosität. Sie malen ein etwas anderes, durchaus originelles Bild unserer Wirklichkeit und beschäftigen sich mit Grundfragen des Lebens.

Hier das Begleitmaterial zu Blumenberg (Häcker) und das Begleitmaterial zu Consummatus (Dr. Vogt) zum Herunterladen als PDF.