Italo Calvino (geb. 1923): Der Baron auf den Bäumen (Roman, 1957)

Eine italienische Adelsvilla im Jahre 1767: Der zwölfjährige Sohn des Barons verlässt verärgert den Mittagstisch und steigt auf die große Eiche vor dem Haus. Und er beschließt, sein ganzes Leben auf den dicht beieinander wachsenden Bäumen Liguriens zu verbringen.
Aus dieser absurden Ausgangssituation entwickelt Calvino eine Erzählung, die sich dem Spiel der Fantasie verdankt, die aber auch das Bild einer wichtigen Epoche der europäischen Geschichte zeichnet – Voltaire und Napoleon treten in Erscheinung. Hinter dem bunten Kaleidoskop der Episoden stehen politisch-philosophische Vorstellungen des Autors Calvino, eines der bedeutendsten italienischen Schriftsteller seiner Epoche, der vom Idealismus des antifaschistischen Partisanenkampfs im Zweiten Weltkrieg geprägt war.

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Natascha Wodin (geb. 1945): Sie kam aus Mariupol (Roman, 2017)

Als Kind von Zwangsarbeitern 1945 in Deutschland geboren, in einer Siedlung für Heimatlose und Gestrandete aufgewachsen, als „Russenkind“ verspottet und isoliert – die Ich-Erzählerin hatte lange Zeit den Wunsch, ihre Herkunft zu vergessen und sich ganz an ihre deutsche Umgebung anzupassen. Erst Jahrzehnte später, in fortgeschrittenem Alter beginnt sie, über die Familie ihrer Mutter zu recherchieren – dabei kommt Erstaunliches zutage.

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