Albert Camus: Die Pest

Vor 100 Jahren, 1913, ist Albert Camus geboren, 1957 hat er den Literatur-Nobelpreis erhalten. Als Algerier und Franzose verkörpert er zwei Kulturen, die europäische und die arabische. Die Pest ist sein bekanntester Roman. Er wirkt auch heute noch, 66 Jahre nach seiner Veröffentlichung, sehr aktuell. Camus beschreibt darin die Auswirkungen einer Katastrophe auf die Gesellschaft. Es beginnt ganz harmlos mit ein paar toten Ratten. Doch dann werden die Menschen von der Seuche attackiert. Ihr Leben verändert sich auf dramatische Weise. In diesem Ausnahmezustand werden Glauben, Denken und Handeln einer harten Belastungsprobe ausgesetzt. Das absurde Sterben von Alten und Jungen, von Eltern und Kindern verlangt nach einer Erklärung. Doch gibt es die?

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts

Eugen Ruge hat 2011 gleich für seinen ersten Roman, In Zeiten des abnehmenden Lichts den Deutschen Buchpreis bekommen. Darin wird die Geschichte dreier Generationen einer DDR-Familie erzählt: Die Großmutter Charlotte, als Kommunistin im Dritten Reich ohne Daseinsberechtigung, muss viele Jahre im mexikanischen Exil zubringen, ehe sie 1952 in die DDR einreisen darf. Ihr Sohn Kurt, dem Arbeitslager Stalins entkommen, wird dort ein erfolgreicher und hochdekorierter Historiker. Der Enkel Alexander bringt es nach 1989 nur zu mäßigen Erfolgen in der deutschen Kulturszene. Krank, verbittert, deprimiert reist er nach Mexiko, um sich dort auf die Suche nach sich selbst zu machen.

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Daniel Kehlmann: Ruhm

Das Thema seines 2009 erschienenen neuesten Romans, der eigentlich gar kein Roman ist, sondern eine Sammlung von Geschichten, dürfte auch sein eigenes Thema sein, denn die Vermessung der Welt hat ihn als Schriftsteller berühmt gemacht: Daniel Kehlmann. Die neun Geschichten des Romans Ruhm handeln von den Schattenseiten des modernen Lebens, von Handys und Sterbehilfe, von Glauben und Doppelmoral und auch vom Ruhm. Dass und wie die Geschichten aufeinander bezogen und miteinander verflochten sind, merkt man erst bei genauerem Hinsehen.

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Wolfgang Herrndorf: tschick

Er hat Malerei studiert, für ein Satiremagazin gezeichnet und bereits mehrere Preise erhalten, 2011 den Deutschen Jugendliteraturpreis und 2012 den Preis der Leipziger Buchmesse: Wolfgang Herrndorf.
Von ihm wurde im Sindelfinger Literaturklub ein auf den ersten Blick heiterer, bei näherem Hinsehen aber bedrückender Roman vorgestellt. Der 14-jährige Gymnasiast Maik Klingenberg, dessen Eltern an diversen Mittelschicht-Problemen leiden, erzählt von einer aufregenden Reise durch das sommerliche Deutschland. Sie sind in einem gestohlenen PKW unterwegs, Maik und sein etwas zwielichtiger Mitschüler und Freund, der Migrant Andrej Tschichatschow. Nach ihm, nach Tschick, wie er genannt wird, ist der Roman benannt.

Hier ist das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Max Frisch: Montauk

Er hat sich immer gerne selbst zum Thema gemacht, seine Zweifel an sich und seiner Arbeit, sein Leiden am Leben und die Angst vor dem Älterwerden, seine Geschichten mit Frauen. Der Schweizer Architekt, Journalist und Verfasser von Tagebüchern, Dramen und Romanen Max Frisch. Im Alter von 63 Jahren unternahm er eine Lesereise in die USA und begegnete dort der einunddreißigjährigen Lynn. Die beiden kamen sich näher und verbrachten ein Wochenende an der Atlantikküste. Was Frisch dort sah, erlebte, dachte, fühlte und erinnerte, das fand seine literarische Gestaltung in der eindrucksvollen Erzählung Montauk.

Hier ist das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit

Wilhelm Genazino ist Träger des Fallada-, Fontane-, Kleist- und Büchner-Preises, gehört dem Jahrgang 1943 an und kommt aus eher einfachen Verhältnissen. Die Hauptfiguren seiner Romane sind Männer (meist) mittleren Alters. Sie beobachten und beschreiben die oft banale Wirklichkeit des deutschen Alltags genau und mit feiner Ironie. Den Roman Die Liebesblödigkeit hat er 2005 veröffentlicht: Darin unterhält die männliche Hauptperson, Anfang 50, freiberuflicher Redner bei Tagungen, zwei Liebesverhältnisse, fühlt sich dadurch aber altershalber zunehmend überfordert. Von wem soll er sich trennen? Von Sandra oder von Judith oder gar von beiden?

Hier das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.