„Fast alles habe ich genau so erlebt“, sagt die fast 80-jährige Autorin über ihren Roman: „Lehrer, die Mädchen schlechter benoten, weil sie die Haare offen tragen, … und Eltern, die, von den Schrecken des Dritten Reichs und des Kriegs traumatisiert, ihre Töchter vor allem gut verheiratet wissen möchten …“
Im Roman rächt sich 1962 die damals 17-jährige Dora auf ihre eigene Weise an den einengenden Verhältnissen in einer Kleinstadt im Harz diesseits der Zonengrenze. Im Rückblick schämt sich die älter gewordene Ich-Erzählerin für ihr Verhalten und fragt sich: „Waren alle Mädchen so wie ich? Wollten sie alle die Schönste, Beste, Umschwärmteste sein? Stachelte es sie umso heftiger an, je mehr Konkurrentinnen sie hatten? Sind Mädchen heute noch so?“
Kategorie: 21. Jahrhundert
Romane des 21. Jahrhunderts
Autorenlesung mit Joachim Zelter: Professor Lear
Zelter ist 1962 in Freiburg geboren. Er studierte nach dem Abitur an der Universität Tübingen Anglistik und Politikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Tübingen. 1993 promovierte er dort mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit in Anglistik. 1995/96 hatte er einen Lehrauftrag im Fach Germanistik an der Yale University in New Haven (Connecticut); 1996/97 lehrte er neuere englische Literatur an der Universität Tübingen.
Joachim Zelter hat eine Reihe von Romanen, Erzählungen und Essays veröffentlicht. „Seine Werke behandeln oft Themen wie zwischenmenschliche Beziehungen, Identität, Kommunikation und das Alltagsleben“, weiß ChatGPT.
Die Begrüßung des Autors gibt es hier zum Nachlesen.
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