Wilhelm Hauff: Jud Süß (Novelle, 1827)

„Jud Süß“: So nannte man Joseph Süß Oppenheimer, „Hoffaktor“ des württembergischen Herzogs Karl Alexander, den Finanzfachmann, der sich durch rigorose Maßnahmen bei seinem ausgabenfreudigen Auftraggeber beliebt und bei der Bevölkerung verhasst machte. Dass er nach dem Tod des Herzogs 1738 hingerichtet wurde, gilt heute allgemein als Justizmord.
Wilhelm Hauff, seinerzeit Erfolgsautor, heute fast nur noch durch seine Märchen bekannt, hat die Geschichte der umstrittenen Gestalt, verbunden mit einer schwäbisch-jüdischen Liebestragödie, zu einer Novelle gestaltet (1827).

1940 drehte Veit Harlan, unter lebhafter Anteilnahme von Goebbels, den berüchtigten „Großfilm über jüdische Weltgefahr“, der Hauffs Novelle als Ausgangstext benutzte und auch ihren Titel übernahm. Hat der bürgerlich-patriotische Württemberger Hauff auch den Grund für die Judenfeindlichkeit des Hetzfilms gelegt?

Hier gibt es das Begleitmaterial zum Herunterladen als PDF.

Autor: Literaturklub Sindelfingen

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