Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

Er hat den kleinen Leuten ein Denkmal gesetzt, hat ihr gefährdetes Leben und ihre Machtlosigkeit angesichts der politischen und gesellschaftlichen Bedrohungen beschrieben. In seinem 1947 erschienenen letzten Roman, der auf einer historisch verbürgten Begebenheit beruht, erzählt Hans Fallada die „Heldengeschichte“ eines Berliner Ehepaars in der Zeit des Nationalsozialismus.
Als der einzige Sohn der Eheleute Quangel den „Heldentod“ stirbt, treiben Trauer und Wut sie in den Widerstand gegen die NS-Herrschaft. Sie legen Karten mit kritischen Bemerkungen über das Regime an verschiedenen Stellen Berlins ab. Lange bleiben sie unentdeckt, doch schließlich werden sie gefasst und hingerichtet.

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Thomas Hürlimann: Fräulein Stark

Ein Tempel des Geistes und der Kunst ist die weltberühmte Schweizer Klosterbibliothek, ihr Leiter ein höchst kultivierter Prälat. Seine Appenzeller Haushälterin hingegen ist entschieden bildungsfern, sie heißt Stark und trägt Hosen. Zu diesem gegensätzlichen Duo gesellt sich der 12-jährige Neffe des geistlichen Herrn, der den Sommer über den Besucherinnen der „Bücherarche“ die obligaten Filzpantoffel über die Füßchen streifen soll.
Die Erzählung ist eine hinreißend formulierte Pubertätsgeschichte, eine Familiensaga, ein Stück kritische Zeithistorie, ein Lehrstück über die Wirkung von Stereotypen. Reich-Ranicki hatüber sie die Antisemitismus-Keule geschwungen. Ist Hürlimann ein Rassist, oder war der Literaturpapst fehlbar?

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