Marcel Beyer: Flughunde (Roman, 1995)

Zwei Stimmen wechseln sich ab. Die eine gehört Hermann Karnau, einem eigenbrötlerischen Akustiker; er verhilft beruflich den nationalsozialistischen Propagandareden zur rechten Wirkung, privat aber ist er besessen von einem fundamentalen Interesse an der menschlichen Stimme, und er bekommt die Möglichkeit, diesem Drang in bizarren Experimenten nachzugehen. Die andere Stimme ist die von Helga Goebbels, die als Tochter des Propagandaministers eine privilegierte und zugleich belastete Kindheit erlebt. Nach gelegentlichen Kontakten treffen die beiden in den letzten Tagen des Weltkriegs in der klaustrophobischen Atmosphäre des Berliner Führerbunkers zusammen, wo das Mädchen und seine Geschwister ein mysteriöses Ende finden.

Eine hochaktuelle Analyse des Verhaltens unter der Diktatur? Oder eine abgründige Horrorgeschichte? Ein literarisches Kunststück, das beides zugleich sein will? Mit diesem Roman gelang Marcel Beyer, dem Büchner-Preisträger von 2016, im Jahre 1995 der internationale Durchbruch.

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Patrick Süskind: Das Parfüm. Die Geschichte eines Mörders (Roman, 1984)

Ein ungeliebtes, aber in Sachen Dufterkennung und -herstellung hochbegabtes Kind entwickelt sich zum Massenmörder. Warum? Und warum erfasst „den größten Parfumeur aller Zeiten“ schließlich der Ekel an der Menschheit? Dr. Gerhard Vogt lotet die Feinheiten und Tiefen von Patrick Süskinds Erfolgsroman aus.

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